Die Evangelische Kirche und
die Deutsche Nation
Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, möchte ich einige Vorgedanken dazu äußern. Wie dies bei anderen Themen der Website der Fall ist, benenne ich Überlegungen dazu, welches sich aus dem Höheren Wissen ableitet. Entsprechend ihrer seelischen Entwicklungsgröße, Höhe werden sie dies zum einen unterschiedlich in Beziehung zu sich selbst setzen. Daraus resultierend und auch jeweils einzeln betrachtend in Beziehung, entsprechend ihres eigenen Lebensplanes und möglicher Weise auch einer gesellschaftlichen Aufgabe. Dies bedeutet also für ihren „Plan“ oder entsprechend ihrer „Seelengröße“ ein ablehnen oder annehmen dieses Themas für das finden und neudefinieren einer eigenen neuen Wahrheit.

Das Thema evangelische Kirche in Bezug zum Judentum, zur Weimarer Republik und zum Nationalsozialismus wird bisher nie öffentlich angesprochen, thematisiert. Es ist bei mir deshalb auch ein weißer Fleck geblieben, bis ich zu einer Webseite geführt worden bin, die die angesprochene Thematik zumindest an Hand von Fakten aus dieser Zeit in das Heute holt.

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Thema überhaupt anspreche auf meiner Webseite auf Grund der Brisanz und der möglichen Folgen dadurch, wie die auch immer aussehen mögen. Ich weiß in wie weit das heutige System die Wahrheit benennt, wie ihre Wahrheit ausschaut. Ich habe dies Stück für Stück erarbeitet. Alles fügte sich wie ein Puzzle Stück für Stück zusammen zu einem immer klareren Bild. Es war also auch immer ein heranführen an die nächste Wahrheit für ein qualitativ neues Gesamtwahrheitsbild. Nie war es ein Sprung ins eiskalte Wasser und dort vorerst verharren für einige Zeit. Das Thema evangelische Kirche hat mich geschockt, mehr nie dazu von mir. Sie sollen in Resonanz dazu selbst gehen.

Bitte versetzen sie sich in die damalige Zeit. Die eine vollkommen andere Zeitqualität hat wie sie heute vorhanden ist. Heute ist alles ein bißchen schwanger und damit auch schwerer einzuordnen. Deutschland und Rußland waren die einzigen größeren Nationen im 18. und 19. Jahrhundert, welches auf jeweils seiner eigenen Art das bis dato vorherrschende Gesellschaftssystem behielt und oder weiterentwickelte, auch durch äußere Einflüsse. Die Menschen, die Landesreligionen der Deutschen Nation haben das Judentum als Gefahr gesehen und die Religionen haben durch offene Worte dazu, auf ihre Gefahr hingewiesen.

Einzig der deutsche Kaiser hat versucht das Judentum zu akzeptieren und hat das Judentum gesellschaftlich immer stärker eingebunden in die Gesellschaft. Die Zionisten wollten dieses Einbinden in die Gesellschaft nie, sie wollten einen eigenen Staat, auch hier versuchte der preußische König, der deutsche Kaiser eine Lösung zu finden. Sie ist durch die anderen Nationen, Völker verhindert worden.
Die Evangelische Kirche Vorwort des Verfassers der hier im Folgenden genannten Fakten. Zeugnis des THEOLOGEN Diese Schrift entstand aus der Verbundenheit zu Jesus von Nazareth, der über die staubigen Straßen Palästinas zog und den Menschen vom kommenden Friedensreich erzählte. Jesus war Jude und lehrte sein Volk, wie es nach den Geboten Gottes leben kann, damit es zum "Segen für alle Völker" wird, so, wie es dem "Stammvater" Abraham prophezeit wurde
  • (1. Mose 12, 3)
  • . Doch Priester und Schriftgelehrte stellten sich gegen Jesus und ließen ihn töten.

    Jahre bzw. Jahrhunderte später sind es wieder Priester und Schriftgelehrte, die seine einfache und geniale Botschaft zur katholischen und später zur evangelischen Lehre verfälschen.

    Jesus gründete keine Kirche. Er wollte keine Priester und Pfarrer und kirchliche Obrigkeiten, und er führte keine Zeremonien, Riten und Kulte ein. Auch sprach er nicht davon, dass Menschen Dome und Kirchen aus Stein bauen sollen. Denn jeder Mensch ist ein "Tempel Gottes", und alle sind Brüder und Schwestern, Kinder
  • Eines
  • Gottes, und alle sind gleich. Keiner braucht also eine Kirche zu besuchen, denn Gott ist in jedem Menschen, in jedem Tier und in der ganzen Natur.

    Diese Dokumentation wendet sich weder gegen die evangelische oder die katholische Kirche noch gegen einzelne ihrer Amtsträger, und sie richtet und verurteilt niemanden. Sie informiert nur darüber, was in der evangelischen Kirche im Namen von Christus und Gott geschah und geschieht. Dies wird aufgedeckt. Die evangelische Kirche mag sich "evangelisch" oder "lutherisch" nennen, denn in ihren Reihen wird getan, was schon Luther lehrte. Doch mit dem Missbrauch des Namens "Christus" sollte sie aufhören und ihre Lehre und ihr Verhalten entgegen den Geboten Gottes nicht mehr als "christlich" bezeichnen, weder im Rückblick auf das "Dritte Reich" in Deutschland noch in der Zeit danach.

    Allen hier teilweise namentlich genannten Personen gilt nach unserem Glauben die Liebe Gottes ohne Einschränkung. Diese Liebe ist für uns unteilbar. Der Mann aus Nazareth lehrte die Menschen, ihr Fehlverhalten zu erkennen, zu bereuen, um Vergebung zu bitten, zu vergeben, wieder gutzumachen, so dies möglich ist, und Gleiches oder Ähnliches nicht mehr zu tun. Auch bei eventuellen Hass- oder Rachegefühlen bedarf es nach der Lehre des Jesus der Reue, der Bitte um Vergebung und der Vergebung.
    „Ich gehe persönlich einen Schritt weiter, auch trifft das Geschriebene auf die einzelnen Völker und Nationen zu. Sie hatten auch die Möglichkeit sich zu entwickeln, sie bilden für die Menschen den Rahmen, den Inhalt für das Verwirklichen und auch leben des Geschriebenen. In Europa hatten zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Völker, Nationen eine führende Position inne und konnten dadurch aufzeigen wie weit sie sich ent wickelt haben.“ So fordert es Martin Luther - so tun es die Nationalsozialisten „Ich habe hier einige Punkte dazu von der Webseite übernommen, um diese kritisch zu betrachten.“ Martin Luther erklärt den Bürgern, die Juden seien ihr "Unglück": "Ein solche verzweifeltes durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist´s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen. Das ist nichts anderes. Da ist kein menschliches Herz gegen uns Heiden. Solches lernen sie von ihren Rabbinern in den Teufelsnestern ihrer Schulen."
  • (Der achte und letzte aller Bücher und Schriften des teuren seligen Mans Gottes, Doctoris Martini Lutheri, Tomos 8, Jena 1562, S. 95)


  • Der Satz "Die Juden sind unser Unglück" wird zu einer der schlagkräftigsten Parolen der nationalsozialistischen Zeit.

    Kommentar: „Es ist normal, daß ein Bauer sein Roggenfeld oder eine andere Feldfrucht vor einer anderen Arten schützt. Es ist normal, daß das jüdische Volk ihre Rassenreinheit und ihre Reinheit des Glaubens bewahrt. Dies wird aber anderen Völkern nie gestattet, bei den Deutschen als Rassenwahn tituliert. Was der Bauer anwendet, trifft nie für die Menschheit zu? Ist das eine mehr und das andere also weniger „göttlich“? Vor dem Beginn der Demokratisierung Europas. Durch die besondere Stellung der Juden und damit bedingt auch ihr Aufgabenbereich, haben sie indirekt Konflikte entstehen lassen, sie ausgeweitet.

    Oder sind für die eigene Schuld der Nationen als Verursacher herangezogen worden. Mit der Demokratie haben die Machtjuden, die zionistische Bewegung, nach und nach die wichtigsten Positionen im Staat übernommen. Somit auch ein Herauskommen der Völker aus dieser künstlich geschaffenen Gesellschaft verhindert. Diese Machtjuden sind ein Teil einer Gruppierung, die die komplette Kontrolle über diese Welt übernehmen wollten. Denn zum heutigen Zeitpunkt ist dies wohl als verhindert anzusehen. Zu der damaligen Zeit war diese Gruppierung im Hintergrund nie so zu erkennen wie heute.“

    Martin Luther empfiehlt, jüdische Mitbürger zu meiden: "Wenn du siehst oder denkst an einen Juden, so sprich bei dir selbst also: Siehe, das Maul, das ich da sehe, hat alle Sonnabend mein lieben Herrn Jesum ... verflucht, vermaledeit und verspeist, dazu gebetet und geflucht vor Gott, dass ich, mein Weib und Kind und alle Christen erstochen und aufs jämmerlichste untergegangen wären. Er wollte es selber gerne tun, und, wo er könnte, unsere Güter besitzen ... Ich sollte mit einem solchen verteufelten Maul essen, trinken oder reden? So möchte ich aus der Schüssel oder Kannen mich voller Teufel fressen und saufen, so mache ich mich gewiss damit teilhaftig aller Teufel, die in den Juden wohnen."
    (Martin Luther, zit. nach: Landesbischof Martin Sasse, Martin Luther über die Juden: Weg mit ihnen!, Freiburg 1938, S. 11)

    Die Vorwürfe gegen die jüdischen Bürger sind Lügen.
    Die Nationalsozialisten
    Kommentar: „Auch wenn es ihnen schwer fällt, reduzieren sie das Judentum, die anderen Völker auf eine reine Energie. Diese Schwingungsfelder der Völker haben eine unterschiedliche Größe, durch ihre Geburt, ihrer Bestimmung und durch ihre eigene Entwicklung in der Vergangenheit und im Heute. So wie bei der Wechselwirkung Thetan/Mensch zu erkennen. Sie sind am Stärksten in ihrer Mitte, der höchsten Schaffenskraft, ohne daß andere Schwingungsfelder durch ihre direkte Nähe sie beeinflussen. Sie erreichen den höchsten Grad der Harmonie dadurch.“
    Martin Luther fordert den Staat dazu auf, die jüdischen Mitbürger zu verfolgen: 2.)
    Martin Luther fordert, "... dass man ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre ... Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun".

    Die Nationalsozialisten ziehen die Juden zunächst ab 1938 in bestimmten Häusern zusammen, ab 1939 teilweise in Gettos. Später werde sie - vergleichbar einem Viehtransport - in Eisenbahnwaggons gepfercht und in die Konzentrationslager gefahren. Dort müssen sie in Baracken wohnen.

    3.)
    Martin Luther
    Die Nationalsozialisten lassen 1933 die jüdischen Schriften verbrennen.

    5.)
    Martin Luther fordert, "...dass man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe ... Sie sollen daheim bleiben".

    Juden dürfen in der nationalsozialistischen Zeit ihren Wohnort nur mit polizeilicher Genehmigung verlassen. Später gilt das auch für die Gettos (ab 1939). Wer sich nicht daran hält, wird verhaftet.

    Kommentar: „Die Weltjuden haben mit der Wahl von Adolf Hitler zum Reichskanzler Deutschlands dem deutschen Volk den Krieg erklärt. Somit war ein jeder Jude gleichzeitig ein Feind Deutschlands. Mit dem Kriegszustand zwischen Japan und der USA sind in der USA sofort alle japanischen Bürger in Lager inhaftiert worden. Auch wenn dies nie heute zu lesen ist oder gar zu verstehen ist, auf Grund des uns heute zugestandenen Wissens über unsere Vergangenheit, es sind nach Wege gesucht worden, um die jüdische Bevölkerung eine neue Heimat zu finden. Das heutige Israel ist das Ergebnis der Bemühungen des damaligen Deutschlands.

    Es sollte nie in diesem Charakter, in dieser Form im Heute bestehen. Denn heute trägt es zu Konflikten in dieser Region und sogar in der Welt bei. In den vorhergehenden Jahrhunderten hat die Kirche auch die Rechte des Judentums eingeschränkt und die anderen Menschen haben dies freudig begrüßt und sind einen Schritt zum Teil weiter gegangen. Bedeutete also das damalige schützen der Rechte des Judentums in den 30ziger Jahren, daß dies einer kleinen Gruppe diente? Die mit einem Teil des Judentums ihre Zukunft erhofften zu erreichen?“
    Judenverfolgung mit evangelischen Mitteln Um 1900 - Die vom evangelischen Prediger Adolf Stöcker gegründete Christlich-Soziale Partei fordert 1903 "die Verdrängung des jüdischen Einflusses auf allen Gebieten öffentlichen Lebens" und das Verbot der Einwanderung von Juden. Stöcker vertritt eine Diskriminierung und Verfolgung auf so genannte "christliche" Art, wie sie typisch für evangelische Kirchenmänner ist. Stöcker, evangelischer Theologe und Leiter der Stadtmission in Berlin, schreibt 1885 an den Theologen Friedrich von Bodelschwingh "den Älteren": "Ich habe gegen die Juden nicht einmal eine Antipathie, ich habe sie als Volk der Verheißung lieb. Wenn ich darüber rede, mache ich auch fast immer mit den rechtschaffenen und bescheidenen Juden eine Ausnahme. Aber im ganzen ist es doch so, dass das moderne Reformjudentum ´unser Unglück` ist ..." (zit. nach Röhm/Thierfelder, Juden-Christen-Deutsche; Band 1, Calwer Taschenbuchverlag, Stuttgart 1990, S. 52; insgesamt 5 Bände, 1990-1995)

    Nach Augenzeugenberichten "verehrt" Adolf Hitler aber auch Martin Luther, wie Rudolf Hanisch, einer der Mitbewohner im Wiener Männerheim dem
  • Mährischen Illustrierten Beobachter
  • 1935 mitteilt. Luther habe nach Hitlers Überzeugung Deutschland von Rom zurück zum echten Germanentum geführt
  • (nach Brigitte Hamann, a.a.O., S. 271.358)
  • .
    Die Hitler-Biografin Brigitte Hamann schreibt weiter: "Laut Hanisch meinte H. [Hitler] im Männerheim, die wahre deutsche Religion sei der Protestantismus. Er habe Luther als das größte deutsche Genie bewundert"
  • (Brigitte Hamann, a.a.O., S. 358)
  • . Den Antisemitismus Luthers teilt Hitler aber 1912 und in den folgenden Jahren noch nicht.

    Im Jahr 1923 wird Martin Luther von Adolf Hitler mit den Worten gelobt: "Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen"
  • (Adolf Hitler in: Dietrich Eckart, Der Bolschewismus von Moses bis Lenin, Zwiegespräche zwischen Adolf Hitler und mir, München 1924, S. 35).


  • Zu den Antisemiten zählen auch die meisten evangelischen Pfarrer, die durch ihr Amt, ihr Ansehen und ihren Anspruch, mit "Gott" in Verbindung zu stehen, einen entscheidenden Beitrag für den Durchbruch des Antisemitismus leisten. In den evangelischen Kirchengemeinden werden "Judenvorträge" veranstaltet, so am 4.2.1921 in München-St. Matthäus, der evangelischen Hauptkirche der Stadt.

    Das Thema dort: Der Christ und der Antisemitismus. Einer der beiden Gemeindepfarrer bekennt sich offen zum Antisemitismus, der andere, der spätere Münchner Dekan D. Friedrich Langenfaß, stellt ebenfalls antisemitische Thesen auf.

    Er sagt: "Denn mit zunehmender Bitterkeit machte unser Volk seine Beobachtungen, im Feld und daheim, an den jüdischen Mitbürgern ... in diesen Kreisen sah man kaum einen, der wie die ehrlichen Deutschen unterernährt war" (zit. nach Björn Mensing, Pfarrer und Nationalsozialismus, Göttingen 1998, S. 74). Pfarrer Friedrich Langenfaß fordert allerdings Judenmission statt Judenverfolgung. In der anschließenden Diskussion bekommen die Redner uneingeschränkte Zustimmung.

    Für das Anwachsen des Antisemitismus sind auch die evangelischen Zeitungen und Zeitschriften entscheidend mitverantwortlich (vgl. dazu unten). Der Kirchenhistoriker Carsten Nicolaisen schreibt über die evangelische Presse: "Die evangelischen Sonntagsblätter nach dem Ersten Weltkrieg sind geradezu eine Fundgrube für die antisemitische Orientierung des deutschen Protestantismus" (zit. nach: Er liebte seine Kirche, Bischof Hans Meiser und die bayerische Landeskirche im Nationalsozialismus, München 1996, Hrsg. Johanna Haberer, S. 49; vgl. dazu eine Fülle von Material in der unveröffentlichten Doktorarbeit von Ino Arndt, Die Judenfrage im Lichte der evangelischen Sonntagsblätter von 1918-1933, Tübingen 1960; als Maschinen geschriebenes Manuskript über Fernleihe erhältlich).

    Kommentar: „Das jüdische Volk hat nie zu einer Nation, zu einem Volk in Europa dazugehört. Trotzdem sind die in Deutschland lebenden Juden für Deutschland freiwillig in den Krieg gezogen.“ Nach der uns aufgezwungenen Niederlage folgte der Versailler Vertrag, der uns für mehr wie ein Jahrzehnt in die Knechtschaft für dieser Welt brachte. Zum einen sollte das Judentum in Deutschland wie in den anderen Staaten die führende Rolle einnehmen. Zum anderen ist wohl das Judentum in Deutschland durch die anderen Juden aus dem Ausland unterstützt wurden.“

    1921

    Evangelischer Pfarrer ruft zum Boykott auf: Kauft nicht beim Juden!

    Der evangelische Pfarrer Friedrich Wilhelm Auer aus der bayerischen Landeskirche veröffentlicht die antisemitische Studie
  • Das jüdische Problem.
  • Darin ruft der Pfarrer öffentlich zum Boykott jüdischer Geschäfte auf
  • (nach Clemens Vollnhals, Evangelische Kirche und Entnazifizierung 1945-1949, München 1989, S. 123).


  • Anmerkung: Zwölf Jahre später, 1933, organisiert die NSDAP - von der evangelischen Kirche unterstützt - einen landesweiten Boykott gegen jüdische Geschäfte.

    31.7.1921 - Das Hannoversche Sonntagsblatt betrachtet es als seine Aufgabe und Schuldigkeit, ein offenes Wort über die "ganze große jüdische Gefahr für unser Volk und Vaterland" zu sprechen, da die übrigen Tageszeitungen von den jüdischen Anzeigengeschäften abhängig seien und deshalb nicht so deutlich sprechen können. Die vom Landesverband der evangelischen Inneren Mission herausgegebene Zeitung (Schriftleiter: Pastor Wilhelm Lueder) ruft das Volk auf, sich die jüdische "Herrschaft" nicht gefallen zu lassen und fordert ein Verbot der Betätigung von Juden in der Presse. Das Hannoversche Sonntagsblatt (Auflage: 66.000) vertritt auch in der Folgezeit einen kämpferischen Antisemitismus (Arndt, a.a.O., S. 31).

    1924

    Juni 1924 - Evangelische Dekanatsbezirkssynode in München - Dekan Hermann Lembert warnt 184 Synodale vor der jüdischen Weltverschwörung.

    1924 - Adolf Hitler vereinnahmt Christus für die Judenverfolgung:
    "Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn"
  • (zit. nach Juden-Christen-Deutsche 1, a.a.O., S. 61).


  • 29.3.1924 - Konkordat zwischen seiner Heiligkeit Papst Pius XI. und dem Staate Bayern (
  • http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/129376/publicationFile/13160/Bayern_Kathol_Kirche.pdf)
  • - Kardinal Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., schloss das erste Vatikan-Konkordat im 20. Jahrhundert ab, das der Kirche die Fortsetzung der staatlichen Subventionen und Privilegien sicherte. Der Vatikan wählte dazu als ersten "Partner" den Freistaat Bayern, obwohl die Weimarer Reichsverfassung von 1919 auch in Bayern gültige ist. Darin wird unter anderem die "Ablösung" = Beendigung der Staatszahlungen an die Kirche gefordert, was bis heute [2014] nicht erfolgte. Das in diesem Sinne verfassungswidrigen Konkordat sicherte sich dem Vatikan beispielsweise den konfessionell-katholischen Religionsunterricht an Staatschulen auf Staatskosten. Es folgten die Konkordate mit Preußen (1929) und Baden (1932).

    "Pacellis Verhandlungspartner, selbst wenn sie ihm wie im Fall Bayern sehr gewogen waren, waren zum Teil schockiert, mit welcher Unverfrorenheit und Kaltschnäuzigkeit der römische Diplomat Maximalforderungen aufstellte und im Einzelfall sogar vor regelrechten Erpressungen nicht zurückschreckte. So stellte er im Fall des Bayern-Konkordats zwar eine Unterstützung des Vatikans für die Interessen des Deutschen Reiches in Aussicht, und zwar bei der Frage der Bistumsgrenzen in den vom deutschen Reich abgetrennten Flächen wie dem Saarland. Doch er fügte unmissverständlich hinzu, dies werde nur dann eintreten, wenn Bayern zuvor in der Frage der schulischen Erziehung die Forderungen des Vatikans erfüllen würde."
  • (Matthias Holzbauer, Der unselige Papst, Marktheidenfeld 2012, S. 79)


  • 1.9.1924 - Sitzung des Evangelischen Bundes in München. Der Vorsitzende, Studienprofessor Konrad Hoefler, fordert den Kampf gegen das Judentum:
    Der völkische Kampf gegen das Judentum sei "vollständig berechtigt und notwendig", "der Abwehrkampf gegen rassische und geistige Überfremdung sei christliche Pflicht" (zit. nach Mensing, a.a.O., S. 83).

    15.11.1924 - Unterzeichnung des "Staatsvertrags" zwischen dem Freistaat Bayern und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

    Nach dem Konkordat des Freistaats Bayerns mit dem Vatikan am 29.3. dieses Jahres forderten nun auch die Protestanten die vertragliche Absicherung entsprechender Privilegien. Obwohl die evangelische Kirche der Weimarer Republik weitgehend ablehnend gegenüber steht, gewährt der Staat auch hier umfangreiche Subventionen. Gleich dem Konkordat mit Rom ist auch der hier abgeschlossene "Staatsvertrag" bis heute [2014] gültig und gewährt der Kirche jährlich Millionenzuschüsse aus dem allgemeinen Steueraufkommen zusätzlich zur staatlich eingezogenen Kirchensteuer und der weit gehenden Finanzierung kirchlicher Sozialeinrichtungen (Der Staatsvertrag ist unter Nummer 110 veröffentlicht in der "Rechtssammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern" im C. H. Beck-Verlag in München).

    Zu den Subventionen gehören z. B. die Staatsfinanzierung der Kirchenleitung, des konfessionellen Religionsunterrichts und der theologischen Fakultäten und weitere "vermögensrechtliche Verpflichtungen". Der Vertrag enthält analog zu dem Konkordat mit dem "Heiligen Stuhl" außerdem eine so genannte "Freundschaftsklausel", worin sich der Staat verpflichtet, den Vertrag nicht ohne die Zustimmung der Kirche zu ändern. Zuletzt haben beide Amtskirchen solche Verträge und Konkordate mit den neuen Bundesländern der ehemaligen DDR abgeschlossen.

    1925

    Gutachten des späteren evangelischen Landesbischofs Meiser:

    Gegen die "Verjudung unseres Volkes"

    1925 - Walter Berlin, Vorsitzender der Nürnberger Ortsgruppe des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, schreibt: "Eines der betrüblichsten Zeichen ist es, dass selbst jüngere evangelische Geistliche sich den Predigern des Judenhasses anschließen." (Peter Zinke, An allem ist Alljuda schuld. Antisemitismus während der Weimarer Republik in Franken, Nürnberg 2009, zit. nach Evangelisches Sonntagsblatt Nr. 45, 8.11.2009)

    Mitte der 20-er Jahre - Vor allem im streng protestantischen Mittelfranken wird der von den evangelischen Pfarrern geschürte Antisemitismus immer brutaler. "Neustadt, Leutershausen, Treuchtlingen - überall das gleich Bild: geschändete Gräber, eingeschlagene Scheiben, Pogromstimmung." (Evangelische Sonntagsblatt Nr. 45, 8.11.2009)

    1926

    1926 - Gutachten von Hans Meiser, Direktor des evangelischen Predigerseminars in Nürnberg und ab 1933 erster evangelischer Landesbischof Bayerns, zum Thema: Die Evangelischen Gemeinden und die Judenfrage. Meiser wehrt sich darin gegen "die Verjudung unseres Volkes", und er erklärt sich einverstanden mit den völkischen Idealen, deren Anhänger "mit der antisemitischen Bewegung in einer Front stehen," was "die Rassenfrage als den Kernpunkt der Judenfrage" betrifft. Der spätere Landesbischof beklagt auch den Einfluss der Juden, v. a. auf wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Gebiet. Er schreibt: "Mag die Moral vieler Juden nichts anderes sein als stinkende Unmoral", und er fordert durch einige konkrete Maßnahmen "ein Zurückdrängen des jüdischen Geistes im öffentlichen Leben" und die "Reinhaltung des deutschen Blutes".

    Statt für "Judenpogrome" spricht er sich aber für eine "Pflicht zur christlichen Nächstenliebe" auch den Juden gegenüber aus und für eine Bekehrung der jüdischen Bevölkerung zur kirchlichen Lehre.

    Das Gutachten, welches die typische Haltung der evangelischen Kirchen zu diesem Thema wiedergibt, ist im Anhang auszugsweise abgedruckt.

    August 1926 - Der evangelisch-lutherische Pfarrer Martin Weigel nimmt vor dem Altar der Lorenzkirche in Nürnberg eine SA-Fahnenweihe vor. Zu diesem Zeitpunkt lag die NSDAP in der "Wählergunst" zwischen 2 % und 3 %.

    1926 - Der einflussreiche Erlanger Theologieprofessor und Vertreter der lutherischen Zwei-Reiche-Lehre, Paul Althaus, lehnt die Weimarer Republik als "schwachen Staat" ab. Er fordert ein Recht auf Revolution dort, wo das Parlament versage. Paul Althaus lehrt antisemitische Ideen und begrüßt die Nazi-Machtergreifung später als Gottes Willen (R. P. Ericksen, zit. nach Mensing, a.a.O., S. 67 f.; vgl. Zeitablauf: 1934).

    Sein Kollege, der ebenfalls einflussreiche Theologieprofessor Werner Elert, stuft die Weimarer Republik mit Hinweis auf die lutherische Zwei-Reiche-Lehre sogar als unnatürliche, gottwidrige Staatsform ein. Die Nazi-Diktatur hingegen befürwortet er später. Elert ist ebenfalls engagierter Antisemit (vgl. Zeitablauf: 1937; und Anhang über die Zwei-Reiche-Lehre).

    1927

    Evangelische Zeitung wünscht eine gesellschaftliche Sitte:

    Deutsche "Arier" sollen nicht bei Juden kaufen!

    1927 - Das überregionale evangelische Wochenblatt Licht und Leben möchte, dass es eine gesellschaftliche Sitte gibt, durch die verhindert wird, dass deutsche "Arier" bei Juden kaufen. Ein Jahr zuvor schrieb Licht und Leben bereits von der "wohlbegründeten Abneigung der Völker" gegen die Juden, die "geachtet" werden müsse. Die in Elberfeld (ab 1929: Wuppertal-Elberfeld) erscheinende Zeitung (Auflage: 18.000) wird von Pastor Joseph Gauger, Inspektor der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland, herausgegeben (zit. nach Arndt, a.a.O., S. 214.216).

    1927 - Parallel zur Stimmungsmache gegen die jüdischen Mitbürger wird in der Kirche auch die spätere Vernichtung der Behinderten vorbereitet. So erscheint 1927 z. B. das Buch Gesetzliche Unfruchtbarmachung Geisteskranker, ein römisch-katholisches "Standardwerk", so zumindest die Beurteilung der "Vereinigung katholischer Seelsorger an deutschen Heil- und Pflegeanstalten". Das Werk stammt von dem Moraltheologen Dr. Joseph Mayer vom Institut für Caritaswissenschaften in Freiburg (Imprimatur (= kirchliche Druckerlaubnis) vom 15.2.1927).

    Darin warnt Dr. Mayer u. a. vor der Sexualität Behinderter und schreibt: "Erblich belastete Geisteskranke befinden sich in ihrem Triebleben auf der Stufe unvernünftiger Tiere" (PS: Über die "unvernünftigen Tiere" heißt es in der Bibel in 2. Petrus 2, 12, dass sie "von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden"). Und an anderer Stelle schreibt Dr. Mayer in seinem römisch-katholischen "Standardwerk": "Wenn darum ein Mensch der ganzen Gemeinschaft gefährlich ist und sie durch irgendein Vergehen zu verderben droht, dann ist es löblich und heilsam, ihn zu töten, damit das Gemeinwohl gerettet wird." Ähnliche Überlegungen gibt es auf evangelischer Seite.

    13 Jahre später, im Jahr 1940, setzen die Nationalsozialisten dann diese kirchliche Forderung in die Tat um. Dem Morden voraus ging die Zwangssterilisation. Zwar spricht sich der Vatikan im Jahr 1930 offiziell gegen die Zwangssterilisation Behinderter aus (anders als die evangelische Kirche in der Treysaer Erklärung), doch kooperieren auch die katholischen Einrichtungen in Deutschland später bei der Sterilisation und nachfolgenden Ermordung mit den staatlichen Stellen und gestehen dem Staat hier z. B. "Notwehr" zu - etwa in dem Sinne, in dem es der Theologe Dr. Joseph Mayer 1927 angedacht hatte.)
    Die weiteren Gedanken zur Evangelische Kirche.
    Zurück   oder   Evangelische Kirche. Hier bitte weiterlesen.